Grand malheur…🫣als wir in Kitries den Anker lichten wollten, ging Jürgen erstmal auf Fehlersuche, weil der Ankermotor keinen Mugs machte 🤔. Nachdem feststand, dass der Motor völlig kaputt ist, versuchten wir die Kette mit dem Fall hochzuziehen😢 kamen jedoch nicht weit, 60 m waren noch im Wasser. Jürgen fertig, mehr als das, fix und alle, nichts ging mehr. Da wir noch fest waren und unsere Position unverändert, entschieden wir, das ganze auf Morgen zu vertagen. Ein Nachbar kam zu Hilfe. Mit der Methode die Kette über das Deck zu ziehen, anstatt in die Höhe, kam der ⚓ zügiger frei, nicht ohne Hindernisse. Eine Leine riss, eine Knotenverbindung löste sich und der Haken für die Sicherung wurde zum Wurfgeschoss. Nach 90 Minuten waren wir endlich frei und um 14:00 h bereits Koroni querab. Ab da heißt es Segel bergen und gegenan motoren, 5 Seemeilen später verlassen wir endgültig den Messenischen Golf und der Wind füllt wieder die Tücher. Irgendwie erfasste mich ein Glücksgefühl, denn wir kamen unserem gewohnten Revier wieder näher und der Meltemi konnte uns nix mehr…

andere Wetterkapriolen sorgten für Unmut und Planänderungen. Von der Adria waren Starkwinde angesagt, sodass Silvia und Thomas mit dem Taxi direkt nach Pylos kommen mussten. Dorthin wurde auch der neue Ankermotor geliefert – nur wann ? Händeringend von uns Allen erwartet, denn wir mussten hier zügig weg ! Alles noch rechtzeitig, zum Glück. Ankermotor einsetzen, sogleich den Anker lichten, mit neuem Motor aufgeholt, das hat mal geklappt. Gegen 19:00h verlassen wir die sichere Bucht, eine Nachtfahrt stand uns somit bevor. Neu für unsere beiden Mitsegler, doch die Beiden hatten sich an Bord längst wieder eingewöhnt. Angereist mit neuen Druckfedern im Gepäck, ging es nach der Ankunft direkt mit den Reparaturarbeiten los. Alles kein Problem👍 sagt Thomas, solange das Bier kalt ist … und wir hatten ja richtig vorgesorgt😎. Glücklich und am Ziel waren wir 24 Stunden später, in unserer Lieblingsbucht auf Kastos. Ankerbier und baden …. selbstverständlich nach 110 Seemeilen.

Das Begrüßungskomitee🐐🐐war auch zur Stelle. Da ist ja so nix in dieser Bucht und ein Zahnarzt an Bord ist „Gold“. In der Vergangenheit hatten Silvia und Thomas den zahnärztlichen Notdienst auf der SPIRIT in Anspruch genommen, diesmal wollte Jürgen die „Gelegenheit“ nutzen. Nein, bestimmt nicht lustig, das ging sogar soweit, dass wir in Nidry eine Zahnarzt Praxis aufsuchten. Die Zahnärztin dort fackelte nicht lange und zündete eine Zigarette an. Mit den Worten „Ihnen gehört die Praxis, machen Sie das“, ging sie zum Rauchen auf den Balkon. Betäubung, Schnitt und das Problem war gelöst. Silvia und ich warteten derweil gespannt im Restaurant, die beiden waren auch noch pünktlich zurück. Die Prozedur dauerte nicht lange und die Rechnung musste sofort beglichen werden, mit 20 € Bargeld war die Sache abgetan. Wir genossen den Abend und die weiteren Tage in vollen Zügen.

Abschied in Palairos …

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