Also alles auf Anfang, wir sind wieder im ionischen Meer. Entlang der Westküste des Peloponnes geht’s nun doch noch rüber nach Zakyntos. Gute Gelegenheit den Olivenölbestand aufzufüllen, die „Quelle“ kennen wir seit 2019.




Nach einer kurzen Pause, folgt ein langer Schlag von 48 sm bis Kyparissia. Gegen 21:00 h fällt der Anker und es wird eine kurze Nacht. Heftiger Schwell weckt uns früh, also Anker auf und nix wie weg, Kaffee gibt’s unterwegs. Dann Badestop „muss“ und Ruhe. Mittags zieht der Blister die Spirit nach Pylos, wo wir 3 Nächte bleiben. Der freundliche Besitzer des dortigen Nautic Shops, empfängt uns mit einem kühlen Getränk. Wir brauchen nur eine Kleinigkeit und er beschenkt uns mit einem 3/4 Liter bestes Olivenöl. Das nennt man Gastfreundschaft, keine Frage.






Gemütlich verlassen wir am Mittag die grosse Navarino Bucht mit Ziel Menthoni. Auf dem Plan steht der Besuch der Burganlage, wie in Pylos, doch das wird uns vermasselt. „Seven a clock“ der Schwell ist da, wir flüchten rüber zur Insel Sapientza, in eine kleine Bucht mit viel Nichts.


Ausser dem Nichts kommt eine Ratte als blinder Passagier an Bord. Am nächsten Morgen sehen wir unsere angeknabberten Kartoffeln und kreisen die Suche ein. Abends wird die Rattenfalle mit Schokoladenköter gebaut, wie vor Jahren auf Sardinien. Doch das war offensichtlich nicht ganz nach ihrem Gusto. In einer Ecke lauerte die Ratte und so konnten wir sie in die Enge treiben. Am nächsten Morgen trat sie freiwillig die Flucht an.







Weiter geht die Reise nach Koroni, erste Station im Messenischen Golf. Das Taygetos Gebirge immer im Blick ankern wir in Pedalidi, Kalamata und Kitries bis es in den Lakonischen Golf geht. Der Porto Kagio verspricht guten Schutz, doch es schwellt wieder. So langsam werden wir das Gefühl nicht los, jeder macht hier wie er will. Der Schwell passt nicht zur Windrichtung und verstehen muss man das auch nicht ??? In Gythio finden wir ein verschlafenes, kleines Städtchen und eine ruhige Bucht, der Anker fällt, kein Schwell.






Wir verweilen hier und genießen, das leckere Eis und die Tavernen. Die Insel Elafonisos hat karibisches Flair und ist unser erklärtes, nächstes Tagesziel. Zuvor schaut die Coast Guard bei uns vorbei und alle Papiere werden gecheckt. Tja, die waren sowieso unterwegs, da die Star Clipper vor Anker gegangen ist.







Über das Cap Horn von Griechenland, dem Cap Malea, hatten wir von einigen Seglern und deren Erfahrungen bereits gehört. Mit dem ersten Tageslicht ziehen wir den Anker hoch. Was soll man sagen, gleich mit 7 kn plus steuern wir dem Cap entgegen. Dort fast Windstille, viel Schiffsverkehr und dann plötzlich 20-25 Knoten auf die Nase, aus dem Nichts. Die Wellen wachsen auf 3 Meter und wir stampfen gegenan. Kein Spaß mehr, doch zur Umkehr war es zu spät. 20 Seemeilen lagen mit großem Geschaukel noch vor uns. Nun waren wir am Tor der Ägäis angekommen und hatten den Argolischen Golf vor uns. Im Norden von Monemvasia fanden wir Schutz und Ruhe mit kristallklarem Wasser.


Was für ein wunderschöner Beitrag! ❤️ Eure Bilder sind einfach traumhaft und der Bericht ist so schön geschrieben, dass man am liebsten selbst losfahren möchte. Danke, dass ihr eure Erlebnisse mit uns teilt. Passt gut auf euch auf und sammelt noch ganz viele unvergessliche Momente